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| Montag,
27. September 2004 - 3. Urlaubstag Auch heute hat es mehrere Stunden gegossen. Zwar kam mal die Sonne durch, aber nichts von Dauer. Leider! Also im Moment ist nichts mit schwimmen im Meer. Und weil so unendlich viel im Haus nicht funktioniert und kaputt ist, hat sich Helmut gleich ans reparieren gemacht und schon diverse Dinge in Ordnung gebracht. So ist es, wenn ein Mann im Haus fehlt und der Enkel für solche Dinge weder die Kenntnisse noch die Lust hat, solche Reparaturen selbst zu versuchen. Mal sehen, wann sich das Wetter ändert und wir wenigstens ein paar Ausflüge unternehmen können. Man kann sich kaum vorstellen, mit welcher Herzlichkeit uns die Menschen hier empfangen haben. Als wären wir liebe Verwandte. Einfach riesig. Es ist rührend zu sehen, wie sie sich an alle möglichen Begebenheiten erinnern und fragen, ob auch wir dies täten. |
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| Michele,
Reginas und Ginos Sohn, war ganz interessiert an allem, was wir zu berichten
hatten. Er ist inzwischen zu einem schönen jungen Mann geworden. Ja,
wir waren eben fast 30 Jahre nicht mehr da. Weil das Wetter auch den ganzen Tag über schlecht blieb, sind wir erst einmal mit Teresa zusammen einkaufen gefahren. Inzwischen hat Lanciano zwei sehr schöne große Einkaufsmärkte in Form von Shoppingcenter bekommen. Viele kleine Geschäfte und ein Supermarkt alles in einem Haus. Parkplätze und Tiefgaragen alles kostenlos. Friseur, Drogerie- und Parfümeriegeschäfte, Cafés, Bars (die itl. Form von Bistros), Schuh- und Bekleidungsgeschäfte, Internetcafés - eben alles wie überall auf der Welt. Die leben dort ja auch nicht hinter dem Mond. Und wir bekamen fast alles, was wir als dringend benötigt und im Haushalt fehlend, festgestellt hatten. |
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| Dienstag,
28. September 2004 - 4. Urlaubstag Uns tat ein wenig das Kreuz weh - trotz der Bretter im Bett, denn wer einmal in Italien war und diese merkwürdige Konstruktion der Betten hat genießen dürfen, der weiß, wovon ich spreche. Damit wir also nicht wie in einer Hängematte schliefen, hat Helmut sich von Giuseppe Bretter aus seinem Fundus besorgt und unter die Matratzen gelegt. Dann öffneten wir die Fenster und kein Wölkchen am Himmel, blitzeblau und blankpoliert strahlte alles wie frisch gewaschen. Als wir dann nach oben zum Frühstück gingen, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen, der Passo Lanciano und der Gran Sasso lagen im Sonnenschein mit einer Haube aus Schnee zum greifen nahe vor uns. |
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| Nachdem
wir gefrühstückt hatten, fuhren wir erst einmal hinunter zum Meer
nach 'Marina di San Vito'. Wir parkten das Auto und liefen auf der Mole
entlang. Was für ein Unterschied zu den vergangenen Tagen. Winzige
zarte Wölkchen zogen als letzte Überbleibsel der Schlechtwetterfront
kurz über dem Horizont dahin. Einzelne Leute lagen in der Sonne - andere
liefen mit Bikinihose und Wollpullover bekleidet am Wassersaum entlang.
Wieder andere führten ihre Hunde aus. Angler saßen auf kleinen
Stühlchen oder direkt auf den Steinen und badeten ihre Würmer.
In Eimern schwammen die erbeuteten Fänge. Hach, sooo kleine Fischlein,
ein paar Krebschen oder Garnelen, was wollte man nur damit anfangen? Essen?
Na, das wird dann aber ein schmales Mahl. Aber der Spaß an der Freude
war hier wohl die treibende Kraft. Ich sammelte natürlich gleich mal wieder ein paar interessante und besondere Steine für meine Sammlung. Und es war wieder so warm, dass man die dicken Sachen getrost im Auto lassen konnte. Die Boote waren hoch auf den Strand gezogen und warteten auf den endgültigen Abtransport ins Winterquartier. Alle Ferienwohnungen und -Appartaments waren geschlossen und auch nur noch die eine oder andere Bar war geöffnet und würde zum Ende des Monats ganz seine Türen schließen. 'Bis zum nächsten Jahr' |
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| Wir fuhren dann noch nach San Vito City, welches oben auf der Felsnase liegt und bestaunten die neu angelegte Fußgängerzone. Wirklich schön und freundlich hergerichtet. Die Häuser waren auch zum großen Teil renoviert und zurecht gemacht. Große Blumenkübel und geschmackvolle Kandelaber aufgestellt. | |||||||||
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| Vorn, von der Aussichtsterrasse konnten wir weit über Küste und Land sehen. Das Meer war noch mit einem breiten Streifen aufgewühlten Wassers türkistrüb versehen. Auch die Wellen rollten noch mit einiger Wucht an den Strand. | |||||||||
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