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Montag der 04. Oktober 2004 - 10. Urlaubstag
Auch heute wieder wunderschönes Wetter! Endlich haben wir ein Thermometer gefunden und nun kann ich auch genaue Temperaturangaben machen. Heute hatten wir 28° C und es wunderbar zu ertragen. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt und finden es genau richtig.
Heute Vormittag musste ja der Sohn wieder nach Bologna mit dem Zug reisen. Er hat diese Woche ja seine mündlichen Prüfungen und hatte noch bis spät in die Nacht gelernt. Uns anderen war klar, dass er dann heute nicht aus den Federn kommen würde, deswegen hatten wir angeboten, ihn nach Pescara zum Bahnhof mit dem Auto zu fahren. Teresa meinte, ob sie uns denn wecken sollte. Nein, nein, das ist nicht nötig, denn wir sind immer jeden Morgen um 6 Uhr wach. So auch heute und wir sind selbstverständlich gleich hoch und haben geduscht und uns fertig gemacht. Kaffee getrunken und waren pünktlich 'pronto' - nur wer war nicht 'pronto' sprich fertig? Klar, Giuseppe! Der trödelte und trödelte und kam nicht in die Gänge. Seine Mutter hatte schon alle Sachen für ihn präpariert und hergerichtet. Der Zug sollte um 9:30 Uhr fahren und es war schon 8:45 Uhr. Nun wurde es aber wirklich Zeit. Denn wir mussten ja auch noch ca. 40 km fahren, denn der Bahnhof ist in der nächst größeren Stadt. Zum Schluss ging alles im Rubbeldibupp. Opa verabschiedet und dann ins Auto und los. Dann kam noch die Ansage, wir müssten aber erst noch einmal nach Lanciano reinfahren, denn die Fahrkarte müsste hier besorgt werden, da es in Pescara so lange dauern würde am Schalter (wegen der langen Schlangen). Wir kamen zu dem Reisebüro - oder was auch immer das war - ZU, GESCHLOSSEN! Also zum nächsten Büro - dort war zum Glück schon geöffnet und er bekam seine Fahrkarte. Dann aber los. An jeder Ampel rot und alle anderen Autofahrer auf den Straßen alles Idioten (oder fast). Dann nahmen wir die Autostrada, denn auf der Strada Nationale hätten wir es niemals geschafft, auch so war es mehr als knapp. Helmut fuhr schneller als es erlaubt war (auf der Autobahn nur Tempo 130 km h) und musste dann auch noch durch die halbe Stadt kurven, damit er von der Autobahnabfahrt endlich den Bahnhof 'Stazione Zentrale' erreicht hatte. Parkplatz, Parkplatz, Parkplatz wo bist du? Ah, da! Der letzte freie Platz und rauf und dann den Koffer geschnappt und den Rucksack und ab auf den Bahnsteig. Der Bahnsteig voller Menschen und ... der Zug hatte Verspätung - zum Glück, denn sonst hätten wir nur noch die Rücklichter gesehen.

 
 
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Nun aber schnell...
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auf den Banhsteig...
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wo bleibt denn der Zug nur?
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Siehste , Verspätung?
 
  Also mussten wir warten, und Giuseppe meinte, seht ihr, nun müssen wir auch noch warten,
warum also die ganze Hetzerei?' Junge Leute eben, die denken in anderen Dimensionen und nehmen alles nicht so schwer - er hätte eben den nächsten Zug genommen, wenn er diesen nicht erreicht hätte. Als wir dann ihn zum Abschied in den Arm genommen hatten und ihm für seine Reise aber hauptsächlich für seine Prüfungen viel Glück gewünscht, felice, felice, felice über die Schulter gesprochen hatten, ihm tausend mal gewinkt, fuhr der Zug mit ca. 30 Minuten Verspätung ab.
Dann hatten wir uns vorgenommen, noch ein paar Einkäufe zu tätigen. 'Fare la spesa!' wie es hier heißt. Nur wussten wir leider nicht, wo der Supermarkt lag, den Teresa aufsuchen wollte. Also fragten wir vor einer Bank einen Italiener, der gerade die Treppe herunter kam. 'Signore, dove andare da la Supermercato Auchan?' Wo es also zum Supermarkt Auchan ginge? Er wäre auch gerade auf dem Weg dort hin und würde uns den Weg zeigen, ob er denn einsteigen könnte und mitfahren? Aber sicher, immer rein ins Auto. Und dann ging es rechts rum und links, diese Straße lang, nochmal rechts, dann wieder links und noch mal links und um den Kreisel (damit haben sie es hier - weil, dort könnten sich die Autos nicht mitten auf einer Kreuzung treffen) dann immer geradeaus und dann wieder links und geradeaus und nun noch 4,5 km weiter und dann würden wir es schon sehen. Ein absoluter Glücksfall, dieser ältere Signore. Bis wir dort hingefunden hätten, hätten wir sicherlich 10-12 mal fragen müssen. Also rein in den Laden und waoh!!! Welch ein Angebot??? Riesig und wir als winzig kleine Menschlein mussten suchen, und suchen, und suchen, bis wir alles gefunden hatten, was wir suchten, und vor allem aber gefunden hatten, was wir eigentlich nicht suchten und dann doch mitgenommen haben. Also trotzdem mitgenommen, könnte ja sein, dass es später gebraucht werden würde oder mit nach Deutschland genommen werden müsste. Teresa will mir unbedingt was schenken, denn ich hätte doch im Oktober gleich Geburtstag. Das ist einfach jedoch schwierig, denn ich habe doch alles was mein Herz begehrt und so ist es einfach schwierig. Nachdem aber dann doch alles bezahlt und in Tüten gepackt worden war, was hier von den Kassiererinnen an der Kasse sofort nach dem einscannen gemacht wird und man es nicht selbst machen muss, haben wir uns noch ein Eis gegönnt. Ein richtiges itl. Eis. Köstlich! So wie ich es liebe, 'echtes' Eis. Zitrone, Waldfrüchte und Joghurt.

 
 

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Itl. Eis - gelato italiano


 
Dann alles ins Auto und den nächsten Markt aufgesucht, denn Helmut wollte unbedingt noch ein Thermometer besorgen und wir hatten ja bis dato noch keins gefunden. Und man stelle es sich vor, es gibt hier sogar einen OBI-Baumarkt - fast wie bei uns in Deutschland. Thermometer gefunden! Helmut glücklich! Teresa kann endlich die Temperatur ablesen, die hier tagsüber herrscht.
Nachdem wir dann in Lanciano wieder angekommen waren, haben wir nur eine Kleinigkeit gegessen. Es gab Pasta mit Pesto (Pesto ist aus Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmegiano Reggiano und Olivenöl im Mixer püriert) und anschließend wie hier üblich, Früchte. Dann haben wir uns alle ein Stündchen aufs Öhrchen gelegt und bei geöffnetem Fenster den Vöglein zugehört und sind sanft dahingedämmert. Einen kleinen 'Espresso' nach dem Mittagsschläfchen - für Helmut mit ein paar 'dolce' - Kekse, welche von der Hochzeit noch übrig geblieben waren - und dann sind wir mit Teresa zusammen noch mal rausgefahren. Nach S.Giovanni in Venere. Das ist eine alte Klosteranlage mit einer Kirche, die schon auf das 8. Jahrhundert - vielleicht sogar noch früher - zurückgeht. Alles im romanischen Stil und auf einem Bergrücken gelegen.

 

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Giovanni in Venere

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Eine romanische Kirche

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Uralt und aus Sandstein erbaut

 
  Welch eine Ruhe, welch eine Stille. Wie besänftigend für die Nerven - das Innere der Kirche total schlicht und ohne Bemalung oder sonstigen Schmuck. Dann der Innenhof mit dem Kreuzgang und der Bepflanzung. Helmut hat auch dies alles im Bild und Foto festgehalten. Und dann der Ausblick in die Landschaft und auf die Küste des adriatischen Meeres. Welch ein erhebendes Gefühl. Zum Erhalt der Anlage haben wir ein paar Euro in den Opferstock gesteckt  
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Es war aber...
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...auch ein...
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...Kloster...
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...wie man sieht
 
  Danach sind wir noch ans Meer gefahren und sind am steinigen Strand entlang gelaufen. Da ja keine Touristen mehr da sind, sind alle Ferienappartments geschlossen und die Rollläden runter gelassen und alles zu und verschlossen. Fast wie eine Totenstadt nur ein paar einheimische Fischer oder Angler oder die sich dafür halten, taperten dort noch herum.

 
 

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Der Strand im Herbst

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Boote liegen hoch auf dem Strand

 
Heute Abend gab es dann die mitgebrachten Bratwürstchen und ich habe einen tollen Salat aus ganz frisch geernteten Gurken (geschenkt bekommen von Fiorella aus ihrem Garten) und Tomaten mit Basilikum und 'Aceto Balsamico die Modena' und 'Olio di Oliva' angemacht. Dazu 'Pane con Oliva' - wunderbar.
Nun sitze ich also hier und schreibe und der Fernseher läuft nebenbei. Auch das ist hier üblich, ein ständiges Unterhaltungsgerät und es muss laufen, laufen, laufen ... Die wichtigsten techn. Errungenschaften sind hier das Fernsehen und das Telefönchen - 'telefonino'! Ohne diese beiden Dinge geht hier nichts.

 
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Lucia, Teresa und ich
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Lucia und Mann in ihrem Laden
Teresa mit Freundinen
Teresa mit ihren Freundinnen
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Wir sollen 2 Monate bleiben
 
  Ach, etwas muss ich noch berichten, als Helmut gestern Abend mit Teresa zum Fest gegangen ist, wurde natürlich sofort registriert, dass da ein Mann, ein neuer Mann an ihrer Seite wäre, allen unbekannt (oder jedenfalls den meisten) oh, welch ein Ereignis! Wer ist das, der Neue? Das gibt hier gewiss Gesprächsstoff bis Weihnachten. Tja, was auch immer es ist schon toll, nicht?

 
 

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Lanciano

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Lanciano

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Lanciano
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Lanciano
 
Dienstag, 05.10.2004 - 11. Urlaubstag

Wieder ein schöner Tag mit Sonne und blauem Himmel. Wir wollen heute in die 'Montagna' (Berge) fahren. Zum 'Passo Lanciano'. Aber erst einmal haben wir gründlich ausgeschlafen und dann in aller Ruhe unser Frühstück zu uns genommen.
Man stelle sich vor, wir haben Giuseppe sen. endlich überreden können mal seine Hose zu wechseln. Was bei einem so alten Mann einer besonderen Überredungskunst bedarf. Teresa hat mit der persönlichen Körperpflege bei ihm schon immer auf Granit gebissen und mit der Zeit wird es schlimmer und schlimmer. Als seine Frau Virginia noch lebte, war es schon schlimm, aber jetzt ... ist es ein Kampf und Krampf. Er will sich nicht baden lassen, nicht die Nägel schneiden lassen und schon gar nicht die Wäsche und Kleidung zum waschen wechseln. Sein Schlafzimmer verschließt er vor ihr und lässt sie tagsüber nicht hinein. Sie könnte ja heimlich an seine Sachen gehen und diese waschen oder gar wegschmeißen. Ach, in diesem Zusammenhang, WEGSCHMEISSEN! Als Helmut heute Morgen in seine Küche kam, stank es so bestialisch, dass ihm der Atem weg blieb. Die Ursache dessen war schnell gefunden. Der Mülleimer 'mundizio' hatte den Geruch einer Abdeckerei, in der sich ein Löwenkäfig befindet, in welchem ein Fischhändler seine letzten vergammelten toten Fische hinterlassen hat und sie der Sonne zur Geruchsentwicklung überantwortet hat. Bevor Helmut völlig zusammengebrochen war und ohnmächtig danieder sank, schnappte er sich den Eimer und entfernte die triefende Plastiktüte daraus und brachte sie zum Container, welcher vorn an der Straße für alle Bewohner derselben aufgestellt ist und fast täglich geleert wird. Als Helmut zurück kam, fragte Giuseppe ihn, wo denn seine Plastiktüte wäre???? Helmut erklärte ihm, dass diese doch gleich mit entsorgt worden wäre und im Container läge. Waoh, der alte Mann wurde ganz fünsch und wollte sofort hingehen und sie wieder rausholen. Nur mit Mühe war er davon abzuhalten. Den Mülleimer hat er Helmut dann gleich mit scharfen Mitteln ausgescheuert und in die Sonne gestellt zum trocknen. Helmut ging dann nach oben zu Teresa. Als ich (unten) aus dem Schlafzimmer kam, kam mir der alte Herr (Giuseppe) auf der Straße entgegen und hatte hinter seinem Rücken was versteckt, als ich ihn fragte, was er denn da hätte, meinte er, er hätte nur ein paar Sachen gefunden, welche noch unbedingt zu gebrauchen wären und aufgehoben werden müssten. Es ist ein Krampf, wie ich schon schrieb! Tja, ich hoffe nur, dass ich nicht so werde, denn dann könnt ihr mich zum Abschuss freigeben.
Als wir dann aber doch soweit alles paletti hatten, fuhren wir zu dritt - mit Teresa - los. Leider lag zwar der Gipfel des Passo in Wolken versteckt, aber egal, die Sonne schien und unserer Laune hatte der Vorfall nichts anhaben können.

 

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Morgenspaziergang...
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Heute der Passo in Wolken!
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Dörfer auf dem Hohenrücken
 
  Wir fuhren durch Orte, die wir von früher kannten und wir auch z.T. auch wieder erkannten. Aber auch hier hatte die Bautätigkeit enorme Formen angenommen. Und ... man baut riesig. Die Häuser sind alle sooo groß, dass man darüber nur staunen kann. Terrassen und Balkone und riesige Grundstücke. Ich bin bestimmt nicht neidisch, aber hier könnte ich es fast werden.
Mittags gingen wir dann in einem von außen recht unscheinbar aussehenden Restaurant.
Aber innen ... toll, war wieder mal fein eingedeckt und unerwartet preiswert.

 

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Kleine Stärkung
Pretoro
Pretoro auf dem Berg
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Ein maurisches Castell?
 
  Wir wollten nur eine Kleinigkeit zu uns nehmen, was sich jedoch nach der Auswahl der wenigen Gerichte jedoch, als Überraschung an Menge herausstellte. Hier ist es ja üblich erst 'Antipasta', dann 'Primo', dann 'Sekundo', dann 'Insalata', dann 'Dolce', 'Frutta', 'Formaggio' und zum Abschluss noch 'Café', 'Gelato', 'Cognac' oder gar einen 'Grappa' um dem allen noch die Krone aufzusetzen. Kannst du dir vorstellen, dass diese ganzen Gänge unmöglich zu bewältigen sind - ja, ich glaube schon!
Wir hatten dazu nur 'Aquaminerale' und 'Bitter' bestellt. Einen 'kleinen Vorspeisenteller' und für HB und mich gab es noch einen Teller mit gemischtem Gegrillten - eine kleine Bratwurst, ein Lammkotelett, einen Spieß mit Schweinefleisch und ein weiteres Stück Grillfleisch und dazu Brot und einen Teller mit 'Insalata mista' (gemischter Salat). Teresa hatte sich 'Cannelloni a lá rabbiata' bestellt und das bedeutet für 'rabbiata' = scharf und riesig scharf. All diese Köstlichkeiten kamen nur 40€. Und immer wieder überrascht uns die unheimlich Freundlichkeit der Leute hier.

 
 

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Ich kann es...
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...kaum glauben...
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...es gibt den...
 
  Als wir auf der Fahrt in einem Ort Namens 'Guardiagrele', an dem Laden vorbei kamen, an welchem wir schon vor 36 Jahren angehalten hatten, musste dies selbstverständlich auch heute geschehen. Dort wurden und werden Gegenstände aus Kupfer noch per Hand hergestellt. Helmut hat es fotografiert. Dort gibt es auch alte Sachen, die die Leute nicht mehr brauchen, haben wollen oder die kaputt sind. Diese kann man ebenfalls kaufen.

 

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...alten Kupferschmidt noch
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Was ihr wollt
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Sein Arbeitshund?
 
  Und, da Teresa mir ja unbedingt immer was schenken möchte und ich sonst absolut nichts weiß, habe ich mir dort ein Teil ausgesucht. Sie war glücklich und ich bin es auch. Wir würden ihr ständig was schenken und sie wolle sich doch revanchieren. Also dies Thema ist nun auch abgehakt und somit ok.
Dann fanden wir auch noch den Laden, wo ein Korbflechter arbeitet und auch die Stuhlsitze der hier üblichen Stühle wieder repariert. Er macht ganz tolle Sachen und die Leute kommen von weit her, um bei ihm einzukaufen und ihre Sachen heil machen zu lassen. Kleine und große Körbe und Behältnisse, sogar für Puppenhäuser in ganz winzig klein fertigt er mit seinen großen, rauen Händen ganz geschickt.

 
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Der Korbflechter
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Guadiagrele
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Straßen nur ...
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..per Fuß oder mit Esel
 
  Dann fuhren wir weiter. Höher und immer höher. Durch dichten Laubwald, durch den Nadelwald, der noch darüber liegt, und kamen dann in die Gegend, wo auch nur noch kleine Kuschelfichten wachsen bis in die Regionen, wo es nur noch Gräser und Kräuter gibt.  

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Tal des Mundes
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Noch scheint die Sonne...
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...und oben dann Wolken
 
  Schafe liefen vor uns über die Straße, nur begleitet von Hunden, einen Schäfer gab es dazu nicht. Dicke weiße, braune und schwarze Textiltiere mit Wolle so dick, dass es schien, sie wären dieses Jahr noch gar nicht geschoren worden. Aber vielleicht macht es ja die gute Kost hier oben.

 
 
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Schafe ohne Schäfer
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Teresa kann auch nichts sehen
 
  Es gibt hier oben ebenfalls eine rege Bautätigkeit. Die Reichen bauen sich hier ebenfalls große Häuser hin. Auch etliche vornehme Hotels stehen hier oben und warten auf den Winter. Der 'Passo Lanciano' ist 2259 m hoch) - aber auch das ist noch nicht mal der höchste Berg hier in der Maijella, es gibt noch einen Berg mit 2737 m über Meeresspiegel. Hier sind Skilifte entstanden und zeugen von einem regen Wintersport. Ganz oben auf dem Berg haben sie einen Wald von Antennen aufgestellt - für Television, Radio und natürlich für 'telefonino'.  
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Teresa war noch nie...
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...hier oben!
 
  Im Winter kann es dort oben sehr viel Schnee geben, wir das aus dem Harz nicht einmal kennen. Sieben Meter sind keine Seltenheit. Dann sind sie dort oben abgeschnitten von der Versorgung per LKW und Auto und werden über Hubschrauber mit den nötigen Lebensmitteln, Medikamenten oder auch mit Gasflaschen für die Kocherei u.ä., versorgt. So werden dann auch die Gäste ausgetauscht, wenn der Schneeflug die Straßen noch nicht wieder freischaufeln konnte. Wir haben es selbst schon im Frühjahr einmal erlebt, als wir mit den Kindern dort hinauf gefahren waren, lag noch Schnee von ca. 2-3 Metern und wir fuhren durch wahre Schneetunnelwände. Fotos gemacht und alles dokumentiert - für euch - für uns - und alle anderen auch.
Dann standen dort oben noch so viele Silberdisteln, dass sie schon fast mit der Sense abgemäht werden konnten.Vielleicht ist das ja hier noch nicht einmal verboten. Keine Ahnung.

 
 

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Mohn und Farn noch im Oktober
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Heute ist es recht diesig
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Aber trotzdem sonnig
 
Dann haben wir dort oben noch sehr viele Vögel gesehen, was uns überrascht. Die sollen sich bloß nicht hier sehen lassen, denn bald beginnt ja hier die Jagdsaison und die 'matto caccitore' (irren Freizeitjäger) fangen an die kleinen Piepmätze abzuballern. Das ist immer noch etwas, was wir beide nicht verstehen können, dass so was in einem zivilisierten Land mitten in Europa erlaubt ist. Was ist schon dran an so einem kleinen Vogel? Wie kann man die essen? Grässlich nicht?
Auf dem Rückweg, wir fuhren durch eines der kleinen Örtchen, und dort entdeckte Helmut noch einen kleinen Laden und er hielt an, um zu fragen, ob es denn einen Elektrogrill geben würde. Den suchte Teresa schon seit langem und ... man stelle es sich vor, er hatte verschiedene Modelle und auch eines, was ihr gefiel und es wurde gekauft. Wir hatten hier schon in den verschiedensten Läden und Supermärkten nachgefragt und uns umgesehen - aber nichts gefunden. Und nun in einem Dorf oben am Passo Lanciano, toll. Sie war ganz glücklich darüber.
Auf dem weiteren Weg nach Hause fuhren wir an einem alten Bahnhof vorbei. Helmut hielt an und fuhr zurück, denn er wollte sich den mal ansehen. Es standen auf den alten rostigen Gleisen noch etliche Waggons und auch Loks und andere Zugmaschinen. Interessant - 'molto interessante'! Die letzte Inspektion war auf einem der Wagen vermerkt '15. Oktober 1982 in Lanciano' - ach, das musste doch fotografiert werden
.

 
 
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Der aufgelassene....
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...Bahnhof von Crocetta
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Da steht es weiß auf türkis
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Wie romantisch
 
Teresa hatte unterwegs einen Anruf auf ihrem Telefönchen 'telefonino' erhalten und es wurde gefragt, ob sie denn nicht heute Abend noch mal ca. 2 Stunden auf die alte 'nonna' (Oma) aufpassen würde. Aber sicher! Sie (Teresa) verdient sich damit etwas Geld, indem sie die Oma für vier Wochen oder länger ab und zu mal beaufsichtigt. Was rund um die Uhr bedeutet mit schlafen und allem drum und dran, und für sie mit vielen Einschränkungen im Bezug auf ihre Freiheit verbunden ist. Denn sie kann nicht einfach so verfahren, wie sie will. Sie muss entweder die Alte mitnehmen (die 'nonna' ist schon 96 Jahre und kann nicht so ohne weiteres allein gelassen werden, außerdem hört sie soooo schlecht, dass wir schreien müssen, damit sie einen versteht) oder jemanden finden, der sie mal kurzfristig beaufsichtigt. Wir haben es auch schon gemacht. Jetzt - Anfang Oktober - wurde sie von der eigenen Familie abgeholt, aber wenn die mal wieder was vorhaben, dann bringen sie die 'nonna' eben doch noch mal kurz vorbei.
Deswegen mussten wir zu einer bestimmten Zeit zurück sein.
Dann haben wir, nachdem die Oma wieder abgeholt worden war, noch eine Kleinigkeit gegessen und nun, nachdem auch alle Geburtstagsanrufgrüße abgesetzt worden sind, schauen wir gemeinsam fernsehen und telefonieren mit dem 'telefonino'. Eben kam noch Regina und wir haben den Tag besprochen und uns die heute geschossenen Bilder aus meinem Lieschen angesehen (heute 58 Fotos) gemacht und gleich eingegeben.
Heute Abend sind es noch 25° C.

 
 
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Das antike Lanciano
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Das alte Castello
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Aber alles noch bewohnt
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Eine alte romanische Kirche
 
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